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Grüezi

Hi Leute, time´s over – oder besser gesagt money´s over… fürs Flugticket hats aber gerade noch gereicht (wäre zwar geil gewesen mit dem Roller richtung nahen Osten bis nach Hause zu cruisen).

Ist es  zu Hause wirklich so schlimm wie die ausländische Presse schreibt? Wie man da so liest,  muss die Schweiz ja zu einem Hort von Ausländerhassern, Kriminellen und Dauernörgerln verkommen sein! Falls dem denn so sein sollte, freue ich mich euch, meine Verwandten und Freunde, die letzten anständigen Schweizer, bald wieder zu sehen :)

Wenn alles glatt geht, lande ich am 4. März in Kloten… und dann ist schon bald Wochenende. Wer hat Lust auf ein Bierchen???

Southern-Thai-Style

Von mir persönlich gibt es nicht viel Neues zu erzählen… ich trainiere immer noch täglich und die einzige Unterbrechung davon waren zwei Ausflüge nach Malaysia.

Quasi als Forelle in einem Teich von Barschen werde ich zwar oft angestarrt und begutachtet aber es bietet sich mir auch oft die Gelegenheit das Spiel umzukehren und mich den Begebenheiten in diesem Aquarium zu widmen. Eine kleine, absolut subjektive und sicher nicht vollständige Aufzählung möchte ich euch (hauptsächlich aus Mangel anderer Beschäftigungen)  hier vortragen:

Eher positiv:

  • Ueberall wo ich hinkomme, werde ich mit einem Lächeln begrüsst
  • Alles ist möglich. Zurücklächeln, freundlich bleiben und alles wird gut!
  • Auf der Strasse ist alles erlaubt. Parkieren – immer und überall. Leicht in ein anderes Moped gefahren – kein Problem (freundlich bleiben, “waien” und weiter gehts).
  • Wo man sich auch aufhält – innerhalb von 30 Sekunden Fahrzeit findet man was zu Essen.
  • Ein Essen dauert nicht stundenlang. Nach der Nahrungsaufnahme geht jeder bald mal seines Weges.

Eher negativ:

  • Ein läutendes Mobiltefelon wird zwingend abgenommen. Egal, ob gerade die Hymne spielt oder jemand einen Vortrag hält!
  • Wo man sich auch aufhält – innerhalb von 30 Sekunden Fahzeit findet man einen laufenden Fernseher (sogar in der finnischen Sauna konnte ich fernsehen).
  • Auf der Strasse ist alles erlaubt! Links abbiegen geht immer und das sogar ohne nach rechts zu schauen. Es empfiehlt sich daher eher in der Strassenmitte zu fahren. Schaltet die Ampel auf Rot, kann man getrost noch 5 Sekunden lang fahren. Ergo, bei Grün noch etwas zuwarten.
  • Kalte Getränke werden grundsätzlich in einem Becher voller Eis serviert.
  • Nahrung, Wasser ausgenommen, ist gesüsst!

Also fast wie zu Hause :) !?!

Thailand, Hat Yai

Welcome back to Thailand… und dieses Mal auf die harte Tour. Aber immer schön der Reihe nach!

Der Abschied von Bali fiel nicht leicht, ging am Schluss aber doch ganz schnell, weil ich mich in der Abflugszeit um eine Stunde vertan hatte. Dank geht an dieser Stelle an meinen Fahrer, der mich noch pünktlich auf den Flughafen brachte und niemanden ernsthaft verletzt hat. Es waren nur 3 Stunden Flugzeit bis Kuala Lumpur.  Dieser Stop in Malaysia war nur eingeplant, um mir ein 2monats-Visum für Thailand zu organisieren (gibts nur ausserhalb von Thailand), was in der Regel 2 Tage dauert. Erster Tag Antrag einreichen – zweiter Tag Visum abholen. Natürlich mit viel Wartezeit versehen. In dieser waiting period traf ich auf einen kauzigen Kerl namens Coach. Ein alter Rocker, der der Biker-Gang der “Heroes” in Thailand angehört. Zusammen haben wir dann den Rest des ersten Tages in Kuala Lumpur mit einer “Stadtbesichtigung” abgerundet.

Am nächsten Tag war ich im Besitz eines 2monats-Visum für Thailand und einem Bus-Ticket nach Hat Yai. Die Stadt liegt im Süden von Thailand, ca 25 Kilometer vom Strand entfernt. Und diese Stadt ist nun für die nächsten Monate mein neues “zu Hause”, weil ich mich entschlossen habe, für eine unbestimmte Zeit, intensiv dem KungFu zu fröhnen. Mir wurde eine KungFu-Schule empfohlen und dort trainiere ich nun jeden Tag morgens und abends als Privatschüler. Mein Meister ist mit allen Wassern gewaschen und kann KungFu, Karate, TaiChi, Muai Thai und hat dazu noch einen eigenen Mixed Martial Art Stil entwickelt. Er spielt zudem im Film Ong Bak2 eine kleine Rolle und das nicht mal als Bösewicht :)

Nach den ersten Trainings war ich jeweils so richtig durchgeschwitzt und fixfertig. Mein Meister ist zwar ganz umgänglich aber halt schon ein kleiner Mister Miyagi (haha, wer kennt ihn noch?). Manchmal, wenn ich im Morgentraining auf seiner Veranda trainiere, sitzt er die ganze Zeit in seinem Raum, schaut sich Fight-Movies an und  schreit dann ab und zu mal wieder was zum Fenster raus. Sein Englisch ist zum Glück noch etwas besser als mein Thai.

So trainiere ich tagein, tagaus und fühle mich nach einem Monat Training schon ziemlich fit. Leider hat die Stadt, für die Zeit zwischen den Trainings, nicht soviel zu bieten. So bin ich oft im Trainingszenter oder in meinem Appartment. Oder, was ganz viel Spass macht – ich cruise mit meinem eigenen 125er Roller durch die City, in der Hoffnung doch noch irgendwo ein gemütliches Caffee mit feiner Schwarzwäldertorte zu finden. Leider spricht hier fast niemand Englisch und als ich letzthin wieder mal einen nicht Thai gesehen habe, war das, neben dem Hochwasser in unserer Strasse, die Ueberraschung der letzten Wochen.

Lange Rede – kurzer Sinn: hier bin ich, hier bleibe ich (vorerst)… allen eine schöne Adventszeit.

klrockerhochwasserongbakkungfu

Bali – Theater of Dreams

Die Messlatte war hoch angesetzt. Noch kein Bali-Reisender hat sich bei mir auch nur in einem Punkt schlecht ueber seinen Aufenthalt in diesem mystischen Land geaussert. Meistens sind es ja die hohen Erwartungen, die zu Enttaeuschungen fuehren. Nicht so in diesem Fall, wie die Ueberschrift schon verraten hat. Bali hat fuer Jedermann etwas zu bieten. Sei es fuer den Botaniker, den Hobby-Zoologen, den Kulturreisenden oder im Speziellen natuerlich fuer den sonnenhungrigen Surfer (oder fuer die weniger surfenden Partyanimals)!

Die faulen Surfer, zu denen ich Phillipe und mich absolut zaehle, mieten sich entweder ein Bungalow direkt am Strand und hoffen, dass es dort gute Wellen hat oder buchen ein Platz im Surfcamp und lassen sich zwei Mal am Tag zu den besten Wellen kutschieren ohne sich irgendwelche Gedanken ueber Swell, Gezeiten oder andere Eventualitaeten zu machen. Philippe und ich haben uns fuer die zweite Option entschieden, was die Motivation morgens um 5.30 aufzustehen auch nochmals hebt.

So ging es tagein tagaus raus aufs Meer, ab in die Wellen und wenn alles gut ging heil wieder zurueck ins Camp. Die Bali-Wellen haben auf jeden Fall mein Limit gepusht. Am Anfang warens noch angenehm Kopfhohe Wellen, dann wurde es immer groesser und in der Non-plus-ultra Session in Dreamland begruessten uns gut doppelt kopfhohe Wellen. An diesem Tag fiel auch der herrlichste Spruch im Wasser von zwei anderen Surfern aus dem Camp: „Don´t worry Thiago I´m also shitting my pants!„ oder unser Surfguide auch wieder zu Thiago, als der eine der eine richtig grosse Welle anpaddeln wollte: „Are you sure you wanna paddle for this one?“ ich glaube wir alle vergessen diesen Tag so schnell nicht wieder.

Dann moechte ich noch von unserem Bootstrip erzaehlen. Genau, 3 Tage auf einem Boot, geankert in einer Bucht, die man sonst nur im Fernsehen sieht und dabei denkt, wieso immer nur die anderen dort hinkommen. Links und rechts vom Boot Gourmet-Wellen zu denen wir mit dem Beiboot gefahren wurden. Danke Philippe fuer dieses geile Geschenk! Die Rueckreise hatte es in sich, vorallem weil wir 3 Stunden auf unseren Fahrer im Hafen warten mussten und noch Rum vom Bootstrip vorraetig war. Entweder man motzt herum, wie andere Gaeste, weil der Fahrer Verspaetung hat oder man macht einen auf Bali-Style…

Es war schoen wieder mal in Gesellschaft von guten, alten Freunden zu sein. Da haette Bali auch nur halb so schoen sein koennen, es waere trotzdem ein geiler Urlaub geworden. Aber Bali ist nun mal traumhaft und wenn ich fuer andere an der Messlatte schrauben sollte, dann nur noch weiter nach oben…

Next stop Kuala Lumpur!

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Thailand, Laos, Cambodia

Welcome to Thailand! Nach ein paar Flugstunden war ich mittendrin in Bangkok, der Hauptstadt Thailands mit ueber 10 Millionen Einwohner. Alles ist noch groesser als in Colombo aber bemerkenswerterweise trotzdem weniger hektisch und dreckig und sogar der Verkehrsfluss funktioniert fast ohne Einsatz der Hupe. Dennoch machte ich mich am gleichen Tag noch auf die Socken nach Chiang Mai und in dieser Stadt fuehlte ich mich sofort heimisch. Der Stadtkern besteht aus einer Grossen und vielen kleinen Strassen mit Cafes, Guesthouses, Buechlaeden, usw.

Nach etwas Zeit zum relaxen startete dann mein 8 taegiger Tai Chi Chuan Kurs auf einer Dachterrasse etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Tai Chi? Eigentlich wusste ich gar nicht so richtig was das ist und hatte dementsprechend auch keine grosse Erwartungen an den Kurs. Kurzum kann man Tai Chi als “Meditation in movement” beschreiben und dahinter steckt eine ganze Menge an Philosophie. Vieles beruht auf dem Taoismus und beinhaltet ganz einfache Naturgesetze, die uns taeglich begegnen aber die wenigsten wirklich wahrnehmen. Der Kursleiter, ein sehr intelligenter und eloquenter Kalifornier, hat uns die Materie auf einfache Weise widergegeben und ich habe die Informationen wie ein Schwamm aufgesogen.

Nach dieser ausgesprochen gemuetlichen Zeit gings dann so richtig los mit backpack travelling. Von Chiang Mai mit dem Bus bis an die Grenze zu Laos und von dort 2 Tage mit dem Flussboot bis nach Luang Prabang, einer ehemals franzoesischen Kolonialstadt mit viel Charme. Um ehrlich zu sein, laesst sich eine solche Stadt eher zu zweit geniessen und da ich ja alleine unterwegs war, wollte ich schon bald mal weiters. Bei ein paar Bier lernte ich ein deutsches Paerchen kennen und schloss mich ihnen spontan an, um weiter nach Vang Vieng zu reisen. Vang Vieng ist DER crazy place in Laos, wo immer alles Happy ist :) ). Mit einem Reifen kann man den den Fluss runter tuben, wo links und rechts Bars um einem buhlen, die alle irgendeine Attraktion zusammengebastelt haben (ganz bestimmt nicht TUV geprueft). Der Hoehepunkt ist sicher die gefliesste Rutsche mit Schanzentisch!

Mit den beiden Berliner verstand ich mich ausgesprochen gut, womit ich keinen Grund sah nicht noch weiter mit ihnen zu den 4000 Islands im sueden von Laos und weiter bis nach Siem Reap, resp. Angkor Watt in Cambodia zu reisen. Bei den 4000 Islands veraestelt sich der Mekong in unzaehlige Neben und Seitenarme und erreicht an der breitesten Stelle 14 Kilometer. Angkor Watt muss ja wohl nicht weiter erwaehnt werden. Ist sowieso zu imposant um mit Worten beschrieben zu werden.

In Siem Reap trennten sich unsere Wege und ich zog wieder alleine weiter. Die naechsten Stationen waren Bangkok, Hat Yai (ganz im Sueden von Thailand) und alles wieder zurueck bis nach Rayong, wo ich meinem ehemaligem Chef meiner Lehrlingsfirma auf gut Glueck einen Besuch abstattete. In seinem ausgesprochen gemuetlichen Guesthouse namens Saifaa mit Fluss und Meerblick fuehlte ich mich wieder ein wenig wie zu Hause. Roesti und Bratwurst und richtiges Brot mit Rinde… einfach geil!

Jetzt ist mein letzter Abend an der Khaosan Road in Bankgok. Um 06.15 geht der Flieger nach Bali. Und wieder freue ich mich wie eine kleines Kind, das in die volle Wundertuete greiffen darf…

AngkorLong Tail BoatTubingTaichi in Chiang MaiGefliesste RutscheZu Besuch bei Willi und NongJane and ButterlaosLandscape Laos

Sri Lanka, Arugam Bay

Um gleich an meinen letzten Blogeintrag anzuschliessen – ja die Sri Lankesen gestatteten mir laenger in ihrem Land zu bleiben, und zwar fuer maximal 3 Monate. Auf dem Immigrationsbuero gings her wie in einem Ameisenhaufen. Auf insgesamt 5 Stockwerken draengten sich die Massen dicht aneinander vorbei. Mittendrin standen Polizisten, die einem den Weg weisten – sehr hilfreich vorallem dann, wenns sowieso nur in eine Richtung ging.

Gleich nach dem Erhalt des neuen Stempels in meinem Pass, machte ich mich wieder auf nach Arugam Bay im Osten der Insel. Ein kleines Bungalow mit Palmenblaetterdach, in einer von Schweizern gefuehrten Anlage mit direktem Strandzugang, wurde fuer die 6 naechsten Wochen meine Bleibe. Von dort aus ging es dann taeglich entweder zu Fuss oder mit dem TukTuk zu den besten Wellen nearby, um meine Neuerwerbung, ein 6 Fuss Fish (damit ist ein Surfboard gemeint fuer alle nichtsurfenden Blogleser), zu wassern. Wellen waren bestimmt keine Mangelware, obwohl die grossen Swells nicht gerade im Ueberfluss auf die Kueste traffen.

Nach einem Morgensurf war erst mal die Haengematten-Zeit eingelaeutet. Buecher habe ich dort im Akkord gelesen und nach Lust und Laune auch einfach die Augen geschlossen und mich treiben gelassen. Spaeter wurden dann oft die Karten neu gemischelt und entweder ein Jass geklopft oder mit illegalem Gluecksspiel Geld gewonnen oder verloren. Je nach Wellen, Koerperzustand und Lust gabs dann nochmals einen Nachmittagssurf, wenn der Wind etwas nachliess. Abgesehen vom Surfen und vom Miteinander mit anderen Gaesten, gab es eigentlich nichts Weiteres zu tun oder zu sehen. Fremdeinfluesse von Fernsehen, Radio oder Werbung waren nichtexistent und niemand sagte einem was zu tun oder zu lassen sei. Die perfekte menthale Erholung mit viel Sport, Sonne und gutem, gesunden mit der Zeit etwas eintoenigem Essen.

Das hoert sich doch nach dem perfekten Surfalltag an? Ist es auch! Trotzdem wurde mir dieser Alltag nach etwa 4 Wochen etwas zu monoton und ich sehnte mich nach neuen Einfluessen – Personen, Landschaften, Geruechen und Mahlzeiten. Deshalb habe ich mir einen Flug nach Thailand gebucht und werde dort in Chiang May eine Tai Chi Schule besuchen und mir spaeter noch Land und Leute anschauen…

tuktuksurfmickeyiesfamiliybungalowarugambay

Sri Lanka

Und ploetzlich ist alles anders. Nachdem ich meine Wanderschuhe an den Nagel gehaengt habe, machte ich noch einen Abstecher nach San Sebastian und weiter mit dem Zug nach Hendaye, der ersten Stadt ganz im Suedwesten von Frankreich. Von dort aus gings per Anhalter waehrend 4 Tagen nicht durch die Galaxie aber immerhin via Bordeaux, Lyon und Genf bis nach Bern – um mich dann 3 Tage spaeter zusammen mit Vivi in ein Flugzeug nach Sri Lanka zu setzen.

In Sri Lanka wohnten wir in einem huebschen Hotel ganz fuer uns alleine, da im Sueden der Insel Nebensaison oder besser gesagt Monsoonzeit ist. Wir hatten also 3 Angestellte fuer uns ganz alleine und die Jungs machten ihren Job hervorragend, wenn auch nicht jeder einen wirklich anstrengenden Job hatte. Wir hatten direkten Zugang zum Strand und auch den fast fuer uns ganz alleine, nur waren die Wellen dort etwas wild durcheinander aber ansonsten so, wie man sich einen weissen Palmenstrand aus dem Katalog vorstellt.

Um in Sri Lanka etwas zu erleben, muss man sich nur an eine befahrene Strasse wagen. Die halsbrecherische Fahrweise der sehr aktiven Verkehrsteilnehmer ist fuer uns Schweizer schwierig verstaendlich. Die Hupe dient als Signal “Achtung, ich komme” und ist eigentlich immer in Betrieb. Ueberholen und dabei ueberholt werden ist keine Seltenheit, wenn das aber auf der Gegenfahrbahn mit mehreren Bussen passiert, die auf einem Zukommen, wurde es auch mir etwas mulmig. Vorallem, wenn wir hinten in einem Tuk-Tuk sassen, die auf der Strasse nach den Velo und Mopedfahreren ganz unten in der Nahrungskette fungieren. Dann gibt es auch noch die nicht motorisierten Nicht-Verkehrsteilnehmer, die aber trotzdem die Strasse fuer sich beanspruchen. Sprich akutsuizid-gefaehrdete Hunde, die in der groessten Rushhour (ist eigentlich immer) auf der Strasse ein Nickerchen machen.

Nach einer Woche Strand-Erholung machten wir uns auf eine 4-taegige Tour durchs Hochland und an die Ostkueste auf. Die ersten 2 Taege mit einem Guide, danach weiter per oeffentlichem Bus. Auf Sri Lanka gibt es fuer jeden, ausser Schneesportler oder Polarforscher, einen passenden Ort. Ist es im Westen regnerisch, scheint im Osten die Sonne – im Norden ist es meist trocken und heiss. Im Mittelland oder auch Hochland ist es angenehm warm oder schon kalt und der hoechste Berg ueberragt die Insel um 2600 Meter. Auch Surfer finden immer ein passendes Plaetzchen um ihrem Hobby zu froehnen. Nach vielen Stunden im Bus und Besuchen im Elephanten-Waisenhause, Teeplantagen, Tempeln, usw. kamen wir in Arugam Bay im Osten der Insel an. Und siehe da… perfekte Wellen, gemuetliches Suferdoerfchen, viel Sonne und ein von einem Schweizer gefuehrtes Surfcamp.

Fast etwas wehmuetig gings dann zurueck an die Westkueste in unser “altes Hotel” zurueck, um die letzten gemeinsamen Tag an der Sonne zu geniessen. Gestern verabschiedete ich dann Vivi am Flughafen. Mir hat dieses Arugam Bay so imponiert, dass ich mich naechste Woche fuer ein verlaengertes Visum bemuehen werde und dann fuer die naechste Zeit im Osten von Sri Lanka ein paar Wellen vernichten. Mal schauen, ob die mich noch laenger im Land haben wollen…

Via Tolosana, Fotos

Nach meinem Aufenthalt in Pau und einer 3-taegigen Pause in Lescar war ich voller Zuversicht den Weg wieder unter meinen Fuessen zu bearbeiten. Vorsichtig aber ohne Schmerzen ging es richtung Pyrenaen entgegen. Es ging stetig ein wenig bergauf und ich passierte kleine Bergdoerfer, in denen meistens alles geschlossen hatte. Die Franzosen sind wirklich speziell mit Arbeitszeiten und wenn man als Pilger Pech hat, trifft man hauptsaechlich auf geschlossene Laeden. Sonntag und Montag geschlossen, dann Dienstag oder Mittwoch Nachmittag wieder, dann mal wieder ein Streik, usw. Wie diese Wirtschaft funktioniert ist mir ein Raetsel aber die Schweiz sowieso eine Insel innheralb Europas und nicht vergleichbar mit den Nachbarlaender. Das faellt mir jetzt wieder sehr gut auf.

Die Pyrenaen waren seit ca. 3 Wochen immer suedlich von mir in Sichtweite. Zuerst ganz fern, etwa wie die Alpen von Zuerich aus, kamen die Huegel immer naeher und naeher. Via dem Col du Somport auf 1631 Metern, ueberquerte ich nun, was mich waehrend langer Zeit begleitet hatte. Es war ein sehr spezieller Moment fuer mich die Grenze von Frankreich zu Spanien auf dem Gipfel zu ueberqueren. Eigentlich habe ich dort schon gespuert, dass meine Pilger-Reise bald zu ende sein wird, wollte es aber noch nicht wahrhaben.

Ab Spanien wurden zwar die Preise fuer Esswaren um ca. 30% guenstiger aber da der Jakobsweg dort sehr bekannt und beliebt ist, traff ich auch mehr Pilger an. Die Unterkuenfte wurden groesser und gleichen nun mehr Jugendherbergen und die Lautstaerke beim Abendessen ist fast wie bei einem Open-Air. Es war uns zuweilen unmoeglich ein Gespraech zu fuehren, wenn gewisse Spanier eine Unterhaltung fuehrten. Ich habe mich das mal angeschaut und festgestellt, dass alle immer reden wollen und gar keiner zuhoert. Und das wohlgemerkt von morgen frueh bis abends spaet. Egal, ob da schoen/noch jemand schlaeft oder nicht.

Am zweitletzten Tag fand ich eine Unterkunft in einem Beihaus eine Kapelle mittem im Nichts. Es waren 7 Pilger anwesend, die ich alle kannte und sehr schaetzte. Es gab eine herrliches Abendessen, wie im Restaurant und danach gingen wir gemeinsam in die Kirche fuer eine kurze Messe, die wir selbst gestalteten. Die Kapelle ist schon uralt und wohl nicht zufaellig dort gebaut worden. Es war ein magischer Abschlussabend bevor ich am naechsten Tag nach Puente la reina nach fast 900 Km einlief.

Jetzt habe ich ploetzlich wieder eine Menge Zeit etwas Anderes zu machen und mich von den Strapazen zu erholen. Mal schauen, wo ich ein paar anstaendige Wellen finden kann :)

Via Tolosana, Pau

Nach Toulouse steckte etwas der Wurm drin. Es zwickte hier und da und ploetzlich war an ein weiterlaufen nicht mehr zu denken. Ueber dem Fuss am Schienbein war der Muskel geschwollen. Wie das so aus dem nichts kommen kann, wohlgemerkt bereits nach 3 Wochen Lauftraining, ist mir ein Raetsel. Auf jeden Fall musste ich in Auch 2 zusaetzliche Naechte verweilen. War nicht weiter schlimm, da es dort eine coole Bar gab, die den letzten Spieltag der Franzoesischen Fussballliga zeigte. Auch bei Roger bin ich live dabei, wenns irgendwie geht. Gegen Monfils hatte ich aber die Mehrheit der Gaeste gegen mich.

Leider war ich etas zu frueh wieder losgelaufen und plage mich immer noch mit Schmerzen im Bein rum. In Pau ging ich zudem noch zu einem Osteopaten, der mir meinen Ruecken richten sollte. Dort zwickt es auch schon seit laengerem und Laufen wird langsam zur Qual. Es war ein Konzert von knackenden Wirbel und er meinte nur, dass nicht einer am richtigen Ort war.

Soviel zu meiner Krankengeschichte. Die Landschaft hier im Suedwesten ist absolut herrlich und ich hoffe, dass ich das wieder vermehrt geniessen kann. In etwa 5 Tagen erreiche ich die Grenze zu Spanien via dem Col du Somport und kann dann das muehsam erlernte Franzoesisch wieder einpacken und meine 2 Woerter Spanisch auspacken [mas cerveza]. Nach weiteren 5 Tagen sollte ich dann schon das Ziel in Puente la reina erreichen… oder doch nur ein Zwischenziel?

ps. sorry, dass keine fotos dabei sind. stellt euch einfach das emmental etwas trockener, weniger huegeliger und ohne kuehe vor und auf einem kleinen Weg ein Schweizer mit einem zu scheren Rucksack.

ps2. danke fuer die netten kommentare. es tut gut und motiviert unheimlich von euch zu hoeren.

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